Portwein-Zwetschgen

Portwein Zwetschgen

Es ist Einmach-Zeit! Wer sich später in der kalten Jahreshälfte kulinarisch ein wenig aufwärmen möchte, der muss sich spätestens jetzt zur Erntezeit darum kümmern. Für einen schönen Abend am brennenden Kamin mit einer krossen Crème brûlée mit Portwein-Zwetschgen sollte man jetzt mit dem Mise-en-place (frz. für Vorbereitung in der Küche) beginnnen. Die Zubereitung der Crème brûlée hat noch etwas Zeit, aber die Zwetschgen wollen doch ein paar Wochen im Portwein schwimmen und marinieren.

Und nicht vergessen. Heute in 3 Monaten ist Heiligabend. Diese Portwein-Zwetschgen sind der ideale Abschluss dieses Feiertags im Kreise der Familie. Und es soll ja Familien geben, bei denen das Weihnachtsfest nicht ganz so harmonisch verläuft. Für diese empfehle ich ganz im Sinne der Genuss-Sucht die Portwein-Zwetschgen pur ohne überflüssige Beilage. 😉

Für 6 Weckgläser a 375 ml benötigt Ihr

  • 1,5 kg reife Zwetschgen, halbiert und entkernt
  • 400 ml trockenen Rotwein
  • 400 ml Portwein
  • 6 Nelken
  • 3 Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 2 Vanillestangen
  • 500 g brauner Rohrzucker

Den Sternanis halbieren und die Zimtstangen dritteln. Die Vanillestangen ebenfalls dritteln und längs halbieren. Dann die Gewürze gleichmäßig mit den Zwetschgen auf die 6 Gläser verteilen. Den Portwein mit dem Rotwein und dem Rohrzucker mischen und langsam erwärmen, bis sich der Rohrzucker vollständig gelöst hat. Dann die Portwein-Rotwein-Zucker-Mischung über die Zwetschgen gießen und die Gläser fest verschrauben. Zum Haltbarmachen die Gläser jetzt 30 min 90°C in den vorgeheizten Backofen geben. Danach sollten die Twist-Off-Deckel beim Abkühlen ploppen, das Zeichen dafür, dass sie Vakuum gezogen haben. Die Gläser kühl und dunkel lagern. Die Zwetschgen sollten mindestens 10 Wochen marinieren und reifen, bevor sie verzehrt werden.

Guten Appetit und viel Spaß beim Einmachen!

Wer dann noch Zwetschgen über hat, kann sich ja auch noch an unserem Zwetschgen-Rumtopf probieren.

Rumtopf-Zwetschgenzum Rezept mit Bild für unseren Zwetschgen-Rumtopf

5 Responses to “Portwein-Zwetschgen

  • Hallo,
    kann es sein, dass es hätte heißen müssen …“30 min bei 190 Grad“?
    Nach denn 30 min mit 90 Grad ist nämlich nichts passier!

    Hab mich dann mal bei Muttern erkundigt und bei höherer Temperatur hat’s dann geklappt!

    Grüße aus Ffm 🙂

  • Hi Sanny, eigentlich dient das im Ofen nur meiner Gewissensberuhigung, da die warme Flüssigkeit auf die kalten Zwetschgen gegeben wird und so nicht genug Temperaturunterschied besteht, um die Twist-Off-Deckel anzuziehen. Das klappt aber nach den 30 min bei 90°C ganz gut. Die Gläser ploppen beim Abkühlen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Alkohol und Zucker zur Haltbarkeit reichen, ist ja nichts hochprozentiges wie beim Rumtopf. Deswegen möchte ich schon gerne das Vakuum ziehen.

    Die Zwetschgen sollen gar nicht eingekocht werden. Das habe ich falsch beschrieben und mal schnell geändert. Danke! Die sollen nur im Portwein marinieren, deswegen wären mir 190°C zu hoch. Sind die Zwetschgen dann nicht Püree?

    Meine Oma hat immer bei 200°C eingekocht, dann aber die Gläser einen guten Zentimeter in Wasser gestellt.

  • Hallo,

    also matschig sahen sie wirklich nicht aus.
    Ehrlich gesagt sahen sie aus wie vorher. Wie sie geschmeckt haben, sag ich Dir in 9 Wochen 🙂

    Ich hatte die Gläser in ein tiefes Blech mit Wasser gestellt.
    Mal sehen ob es was geworden ist!?

    Liebe Grüüüüße
    Sanny

  • Hallo liebes Falk- Team.
    Meine Nachbarin und ich möchten gerne dieses gut klingende Rezept ausprobieren. Nur rätseln wir, ob wirklich sooo viel Zucker da reingehört. Viel Zeit würde einem ja bis Weihnachten nicht mehr bleiben, sollte das zu viel sein. Freue mich auf eine Antwort.
    Schönen Gruß!

  • Die Zuckermenge passt schon. Man kann natürlich auch weniger nehmen, aber dann wird es auch nicht so lecker. Bei Konfitüre nimmt man je nachdem 1/2 oder 1/3 Zucker zu Frucht. Wenn man hier den Wein zurechnet ist es weniger als 1/4.