Rotwein statt Fitness-Studio

Heute Abend ein bisschen Winerobics?

Aerobic-Programm

Rotwein ist gesünder, als das Trainieren im Fitness-Studio!

Was sich anhört wie ein Traumnachricht aus Phantasien ist wirklich wahr. Schon 1939 hat der Japaner Michio Takaoka herausgefunden, das Rotwein einen Stoff mit antioxidativen Eigenschaften enthält. Das Phytoalexin Resveratrol!

Phytoalexine (griechisch von phytos für Pflanze und alekein für Abwehren) sind antimikrobielle und zum Teil antioxidativ wirksame, chemische Verbindungen, die unmittelbar nach einer Infektion durch Bakterien oder Pilzen, von der Pflanze produziert werden, um deren Ausbreitung, Wachstum und Vermehrung in der Pflanze zu hemmen.

Resveratrol findet sich in einer Anzahl von Pflanzen und pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem in roten Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen, Erdnüssen und im Japanischen Staudenknöterich. Es ist ein in Alkohol und Ölen gut und in Wasser gering löslicher weißer Feststoff und übersteht den Gärungsprozess bei der Weinherstellung und lange Lagerzeiten, wie zum Beispiel bei Rotwein.

Mehrere Studien haben Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit gegen Krebszellen im Labor erbracht. Versuche am lebenden Organismus stehen jedoch noch aus. Weitere Studien haben positive Effekte der Substanz bei Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Alzheimer-Krankheit, Arthritis und manchen Autoimmunkrankheiten zeigen können.

Ein Glas Wein ist gut für die Gesundheit

Wann kommt der Punkt mit dem Fitness-Studio?

Ja, ich weiß, was Ihr jetzt denkt. Das ist alles ganz nett, viel davon haben wir auch schon mal gehört, aber was hat das denn nun mit dem Besuch im Fitness-Studio zu tun? Nun gut, ich komme zum Punkt. Wissenschaftler der University of Alberta in Kanada haben herausgefunden, dass Mäuse während einer sehr fettreichen Diät unter Zugabe von Resveratrol deutlich weniger zunahmen, als die Artgenossen die kein Resveratrol bekamen. Weiterhin hatten die Mäuse mit der Zugabe eine fast doppelt so hohe Ausdauerleistung. Und damit schließt sich Kreis zum Eingangssatz: Rotwein ist gesünder, als das Trainieren im Fitness-Studio!

Und während nun die meisten bereits Menschen wussten, dass ein Glas Rotwein der Gesundheit des Herzens zuträglich ist, „schlechtes“ Cholesterin reduziert, die Gefahr von Blutgerinnseln verringern kann, förderlich für die Verdauung ist und das Risiko an Darmkrebs sowie grauem Star, Typ-2-Diabetes und Demenz zu erkranken reduziert, erschließen sich hier völlig neue wissenschaftliche Erkenntnisse: Rotwein fördert den Fettabau und steigert die Kondition. Herrlich!

Nun könnten Abstinenzler man auf die Idee kommen, einfach Traubensaft zu trinken. Leider liegt die Konzentration in Rotwein mit 2-12 mg/L mindestens 10 x höher als in weißem Traubensaft mit gerade mal 0,2 mg/L und auch noch mindestens doppelt so hoch wie in rotem Traubensaft mit 1 mg/L. Das liegt an der oben beschriebenen guten Löslichkeit in Alkohol und dem erhöhten Aufkommen in roten Trauben.Die Konzentration in Rosewein ist somit geringer als im Rotwein, aber noch höher als in Weißwein.

Es nützt also alles nicht, ab auf die Couch, den Bordeaux dekantieren und hoch die Gläser. Überwindet Euren Inneren Schweinehund und wenn es Ihr es schon nicht für Euch machen wollt, dann tut es eben für Eure Gesundheit. Zum Wohl!

Ich trinke jeden Tag ein Glas Wein

Hinweis: Dieser Artikel beruft sich auf mehrere wissenschaftliche Berichte und Veröffentlichungen. Nichtsdestotrotz steht der akademischen Erkenntnis in diesem Beitrag auch ein wenig satirische Polemik gegenüber. Über allem steht die Grundregel, dass man in Maßen genießen sollte. Rotwein enthält neben dem hier angepriesenen Resveratrol auch jede Menge Alkohol, über dessen schädliche Wirkung auf den Geist und Körper wir sicher nicht diskutieren müssen.

Verantwortungsbewusst trinken - Drink responsilby

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