Kürbissuppe mit Kokos und Ingwer

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Als ich letztens nach der Arbeit noch schnell den Briefkasten kontrolliert habe, fand ich darin einen großen braunen Umschlag mit der neuen Kochzeitschrift Foodies und einem netten Anschreiben des Chefredakteurs. Herr Hans-Günther Beer stellte im Schreiben sein neustes Produkt vor und bat mich um eine eine ehrliche Meinung seines Magazins.

Wie testet man eine Zeitschrift übers Kochen? Ganz klar, zuerst einmal lesen. Wenn man die Zeitung dann nach ein paar Minuten nicht weglegen möchte, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen.

Aber was taugen die Rezepte? Jetzt bin ich ja eigentlich keiner der Rezepte stur nachkocht, ohne meine eigene Note oder Interpretation daraus zu machen, aber in diesem „Test-Falle“ musste ich mich daran halten. Ich habe mir ein einfaches klassisches Rezept rausgesucht, weil man meistens gerade da Fehler in der Rezeptur oder den Arbeitsschritten schnell erkennt.

Kürbis-Ingwer-Kokos-Suppe

Der Kürbissuppen-Rezept-Test

Leider darf ich aus Copyright-Gründen das Rezept aus Foodies hier nicht wörtlich zitieren. So viel sei gesagt, bis auf ein paar Änderungen – ich habe mehr Gemüsebrühe gebraucht als angegeben – und ein paar Änderungen im Ablauf, ist dies fast das originale Rezept.

  • 3 EL  Mecklenburger Rapsöl
  • 2 rote Zwiebeln
  • 6 Tomaten (etwa 500 g)
  • 1 rote Chilischote
  • 1000 g HokaidoKürbis
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 800 ml Kokosmilch
  • 1/2 EL Ingwer
  • 1 Msp. Safran gemahlen
  • 1 TL Paprika
  • 1 Prise Muskat
  • Salz, weißer Pfeffer
  • 300 g Kokosraspeln
  • Kürbiskernöl

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Den Hokaido gründlich waschen, halbieren, entkernen und mit der Schale grob würfeln. Beim Hokaido kann man die Schale mit verarbeiten. Ingwer und Knoblauch fein hacken. Die Zwiebeln im Rapsöl anschwitzen, dann die Chilischote (ohne Kerne), den Kürbis und die Knoblauchzehen hinzufügen und alles etwa 5 min mitschwitzen lassen. Die Tomatenwürfel, den Safran und den Ingwer zugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Solange auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Anschließend die Suppe im Mixer pürieren. Die Suppe mit Kokosmilch aufgießen und mit Paprika, Muskat, Salz und Pfeffer  abschmecken. In einer Pfanne ohne Fett die Kokosraspel goldgelb rösten. Zum Servieren in Suppenteller einen Löffel Kokosraspel geben, die Suppe darüber gießen und mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl garnieren. Dazu servieren wir noch ein paar in schaumiger Butter angeschwenkte Riesengarnelen.

Nun denn, das Ergebnis sehr ihr hier.  Was soll ich sagen, die Suppe schmeckt hervorragend. Ich würde beim nächsten Mal auf die Kokosraspeln verzichten, die passen von meinem Mundgefühl her nicht in die sämig-cremige Kürbissuppe, aber ansonsten ist diese exotische Variante des Herbstklassikers absolut empfehlenswert. Die Schärfe der Chili und des Ingwer machen die Suppe zu einem tollen und schnellen Wärmespender.

Kürbis-Ingwer-Kokos-Suppe

Zu den Fakten

Das Magazin Foodies kostet in Deutschland 4,90 € und erscheint alle 2 Monate in einer Auflage von 75.000 im Verlag Sonic Media, der sich bisher eher im digitalen Fotografiebereich bewegt hat. Das erkennt man im Foodies auch sofort an den perfekten und toll arangierten Fotos und Bildern der Gerichte.

Das Magazin verfügt über 116 Seiten und – was mir besonders positiv aufgefallen ist – über nur 3 Seiten Anzeigenwerbung, die sich nur auf den Umschlagseiten findet. Im Heftinneren gibt es zwar noch 2 Seiten mit Buchempfehlungen und 1 Doppelseite mit neuer Küchentechnik und Product Placement, aber das fällt bei mir nicht direkt in die Kategorie Werbung. Ich hoffe, dass dieser angenehme werbefreie Zustand nicht der Tatsache geschuldet ist, dass diese junge Produkt noch keine Anzeigekunden werben konnte, sondern gewollte redaktionelle Politik ist. Aber das werden die nächsten Ausgaben zeigen.

Gleich beim ersten Kontakt mit der Zeitschrift fällt der handschmeichelnde Umschlag auf. Die Redaktion hat sich gegen Hochglanz und für ein samtig-mattes Material entschieden, dass sich sehr angenehm anfässt und damit aus den Reihen der Hochglanz-Magazine heraussticht. Wir nehmen für unsere plau-kocht.de Broschüre dasselbe Material.

Zum Inhalt

Im ganzen Magazin sind etwa 65 Rezepte der gesamten kulinarischen Bandbreite von Vorspeisen über Suppen, Fisch- und Fleischgerichte, Desserts, Kuchen und Drinks mit Bild, Rezeptur und Herstellungsschritten abgedruckt. Die gesamte Zeitschrift und dementsprechend auch die Rezepte sind saisonal orientiert. Der Schwierigkeitsgrad der nachzukochenden Gerichte reicht von leicht bis mittelschwer. Soweit ich es überblicken konnte sind die meisten Zutaten, bis vielleicht auf den schwarzen Trüffel ;-), in einem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Ein Rezept habe ich noch mit geräucherten Hähnchenfiletstreifen gefunden. Diese wird man vermutlich nicht überall bekommen, aber das sind bei der Vielzahl der Rezepte Kleinigkeiten.

Frustrationen stellen sich höchstens dann ein, wenn das nachgekochte Gericht in natura nicht an die perfekt arrangierten und ausgeleuchteten Profi-Fotos herankommt. Aber gerade diese Bilder machen Spaß und das Magazin sehr kurzweilig.

Eine prinzipiell gute Idee ist die Einkaufsliste für jedes Gericht die via QR-Code direkt aufs Smartphone geladen werden kann. Leider sind die Codes zu klein, dass sie mein IPhone 4S auslesen konnte. Auch ein Zusatz-Check mit dem neuen 5er IPhone und einem neueren Samsung hat leider nicht funktioniert. Tolle Idee, sehr schlecht umgesetzt und wohl nicht kontrolliert. Hier gibt es Nachhol-Bedarf.

Zusätzlich zu den Rezepten gibt es im Magazin noch 2 Reportagen, die ohnen Höhen und Tiefen für den interessierten Leser sicher lesenswert sind, aber nicht den Wert dieses Heftes ausmachen.

Fazit

Lesenswert! Wenn der Verlag weiterhin den Innenteil weitestgehend werbefrei hält und die Fotos und Gerichte an Qualität und Vielfalt nicht nachlassen, hat dieses Magazin einen regelmäßigen Platz auf meinem Nachttisch gefunden. Ihr findet Foodies im Zeitschriftenhandel, im Internet unter www.foodies-magazin.de.

Kürbis-Ingwer-Kokos-Suppe

Hinweis in eigener Sache

Ich habe vom Verlag für diese Kurzbewertung ein kostenfreies Exemplar des Magazins und eine Erwähnung auf Ihrer Homepage bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Text ist von mir frei verfasst und wiederspiegelt meine eigene Meinung. Ich habe dafür keine Text-Vorlagen vom Verlag bekommen und hätte diese auch nicht verwendet. Auch hätte ich keine Rezension zu  Foodies geschrieben, wenn mir das Magazin nicht gefallen würde. Das Titelfoto des Magazins wurde mir von der Redaktion für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Die Rechte dafür liegen natürlich beim Verlag Sonic Media.

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